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Gute Religion, böse Religion

Wie wir einen fremden Glauben wahrnehmen, liegt auch an unserer Projektion. Ein interreligiöser Streifzug
von Michael Schrom vom 26.06.2015
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Wie ist es zu erklären, dass der Islam hierzulande ein äußerst negatives Image hat, der Buddhismus dagegen ein überaus positives? Eine Antwort, die auf dem Kirchentag immer wieder zu hören war, lautete: das liege an der verzerrten Darstellung durch die Medien. Doch diese Erklärung ist zu einfach, meint Volker Zotz, Religionswissenschaftler in Saarbrücken und Fachmann für Buddhismus. Seine These, die er im Zentrum Weltanschauung vortrug, lautet: Der Buddhismus ist eine Projektionsfläche, ein religiöser Sehnsuchtsort für westliche Menschen, weil er hier, anders als Christentum und Islam, weder als dogmatisch noch als bevormundend erlebt wird. Die Gründe für dieser Wahrnehmung lägen zwar weit in der Vergangenheit, seien aber bis heute wirksam.

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