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Im Bilde
Ein glücklicher Ort

von Birgit-Sara Fabianek vom 09.06.2026
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(Foto: pa/Visually/Pierrick Lemaret)
(Foto: pa/Visually/Pierrick Lemaret)

Ein Hektar. Das sind zwei Fußballfelder. Auf Santa Cruz del Islote, einer winzigen Insel vor der kolumbianischen Küste, leben rund 1000 Menschen. Es ist die am dichtesten besiedelte Insel der Welt. Von einem Ende zum anderen läuft man keine drei Minuten. Es gibt weder Autos noch Polizei, auch fließendes Wasser fehlt. Strom kommt von Generatoren, oft nur abends, für ein paar Stunden. Vor 160 Jahren ließen sich die ersten Bewohner hier nieder, weil die Nachbarinseln von Mücken geplagt waren. Heute kommen täglich Hunderte Touristen vom 20 Kilometer entfernten Festland hinzu. Sie staunen, wie eng und zugleich paradiesisch das Leben hier ist, geprägt vom Meer und der Gemeinschaft. Niemand schließt hier seine Haustür ab, alle sind aufeinander angewiesen. Was fehlt, ist Privatsphäre. Und eine Zukunft, die nicht durch den steigenden Meeresspiegel bedroht wird.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 11/2026 vom 12.06.2026, Seite 2
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