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Die meditierenden Nazis

Wie Yoga im Dritten Reich missbraucht wurde. Eine Forschungsreise durch die Archive
von Thomas Klatt vom 05.06.2012
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Madonna tut es! Sting tut es! Der Nachbar tut es! Tun auch Sie es? Yoga ist hip, Yoga ist angesagt. Vor allem in den Städten schießen die Yoga-Studios wie Pilze aus dem Boden. Dabei ist die neue Trendwelle alles andere als die Entdeckung einer neuen Sportart. Denn über Yoga wird zumindest in Deutschland seit gut 200 Jahren gesprochen. Die Anfänge waren allerdings wenig massenkompatibel, sondern stellten eher das Spezialinteresse einzelner Gelehrter dar. Zum Do-it-yourself-Massenphänomen wurde es erst ab den 1970er-Jahren. Heute ist das Angebot schier unüberblickbar. Power-Yoga, Hormon-Yoga, Bikram-Yoga, Lach-Yoga, XY-Yoga. Auf Yoga gibt es kein Copyright, und jeder kann sich Lehrer nennen. Es gibt zwar das Zertifikat des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland BDY bzw. für Europa EYU. Doch dafür muss man mindestens 500 Unterrichtseinheiten absolvieren. Andere machen ihre »Ausbildung« an einem Wochenende oder in den USA, ohne Nachweis darüber, welche Fähigkeiten sie dort erworben haben.

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Schlagwort: Nationalsozialismus
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