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Fremd im eigenen Haus

Wie Journalisten selbst dafür sorgen, dass das Politische immer unpolitischer wird und ihnen die Menschen nicht mehr glauben
von Thomas Meyer vom 22.05.2015
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Ein Begriff macht die Runde: Kommunika tionsinfarkt. Selbst Medienwissenschaftler benennen den Zustand der öffentlichen Kommunikation mit dieser Alarm-Vokabel – spätestens seit die Massenmedien vom Pegida-Umfeld pauschal als »Lügenpresse« bezeichnet wurde. Doch anders als beim Herzinfarkt kommt etwas hinzu, das mit chirurgischen Eingriffen allein nicht zu bekämpfen ist: ein rapider Vertrauensschwund zwischen den professionellen Kommunikationsmittlern und einem beträchtlichen Teil der Gesellschaft. Im Bild gesprochen: Das Blut zirkuliert noch immer, die Informationen fließen reichlich, aber der lebenswichtige Sauerstoff gelangt nicht mehr an die richtigen Stellen.

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