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»Belebt die toten Kirchen!«

Warum sind so viele Gotteshäuser oft geschlossen? Und warum sind viele Gemeinden so untätig? Plädoyer eines zornigen Christen
von Rupert Neudeck vom 31.05.2013
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Mich irritiert, dass Christen die Entleerung von Kirchen, die mehr sind als bloße Gebäude, schweigend und fast teilnahmslos einfach hinnehmen. Wo ich hinschaue, lese, finde ich Beispiele dafür. So in den Erinnerungen einer mutigen linken Katholikin, Barbara Coudenhove-Kalergi, in ihrem Buch »Zuhause ist überall«. Sie nimmt im Jahr 1979 nach dem Tod ihres Mannes, des Spanienkämpfers und Ex-Kommunisten Franz Marek, eine Auszeit. Sie beschreibt mit Empathie das Kloster der Benediktinerinnen der Abtei St. Gabriel. Lapidar schreibt sie: »Wir wissen insgeheim alle, dass diese Abtei ein Auslaufmodell ist. Schön als Kulisse und schön als Zufluchtsort für eine Weile. Aber kein Modell mit Zukunft.« Und weiter: »Inzwischen gibt es die Abtei St. Gabriel nicht mehr. Die wenigen verbliebenen Nonnen sind in ein kleines modernes Haus weggezogen. Die Burg ist verkauft. Sie soll in Zukunft für touristische Zwecke genutzt werden.«

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