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Falsches Signal

Die Potsdamer Garnisonkirche – eine »gotteslästerliche Bude«? Der Streit um den Wiederaufbau betrifft ganz Deutschland
von Bettina Röder vom 07.04.2017
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Steine sind geduldig, sagt ein altes Sprichwort. Menschen hingegen sind das nicht. Zum Glück, könnte man sagen, wenn es um den geplanten Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche geht. Der Journalist Christoph Dieckmann nannte sie jüngst in einer Predigt eine »gotteslästerliche Bude«, der Aufschrei der Garnisonkirchen-Befürworter war vorprogrammiert. Anlass war eine Tagung in Potsdam, zu der auch die Wiesbadener Martin-Niemöller Stiftung eingeladen hatte. Das Motto: »Projekt Garnisonkirche. Welche Zeichen will die evangelische Kirche hier setzen? Ein Zwischenruf aus Potsdam.« Der war eindeutig: Renommierte Referenten aus der Friedensbewegung redeten da nicht nur über den umstrittenen Wiederaufbau einer Militärkirche. Den sahen sie vielmehr im großen Kontext einer deutschen Außen- und Sicherheitspolitik, die sich inzwischen primär aufs Militär verlegt hat. Nicht zuletzt hier wurde deutlich: Es geht um eine Botschaft für kommende Generationen. Der Streit betrifft ganz Deutschland. Auch die Friedensbewegung hat sich eingeklinkt. Und das ist gut so.

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