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Pro und Contra
Sonderstatus für Stasi-Akten?

Der Streit um den besonderen Status der Stasi-Akten und damit auch um die Zukunft der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen wogt seit Langem. Bis 2019 ist der Status gesichert. Nun wird ein Expertengremium Empfehlungen für den Bundestag ausarbeiten: Sollen die Akten weiter im Sonderstatus von der Stasi-Unterlagenbehörde verwaltet werden?
vom 10.04.2015
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Ja, denn das
ist ein einzigartiges Archivgut

Ein besonderes Archivgut bedarf eines besonderen Umgangs. Darum plädiere ich dafür, die Stasi-Unterlagen-Behörde als unverwechselbaren Ort für die Aufbewahrung und Verwaltung der Akten zu erhalten. Die Stasi-Akten wurden 1989 vor der Vernichtung gerettet und friedlich gesichert. Mit der Besetzung der Stasi-Gebäude von Leipzig bis Berlin wurde die wichtigste Machtstütze der SED-Diktatur beseitigt. Damals 1989/90 war eine zentrale Forderung, die Hinterlassenschaft dieser Behörde aufzubewahren. Die Akten sollten einen Sonderstatus bekommen. Damit haben die Menschen ihre Leben, ihre Biografien wieder in die eigenen Hände genommen. Das hat einen tiefen Wert für die Gesellschaft, die Demokratie, die kommenden Generationen. Die Stasi-Unterlagen-Behörde gilt deshalb für viele im ehemaligen Ostblock, aber auch weltweit als Symbol des Endes der Bevormundung und Entwürdigung von Menschen. Sie hat für sie eine Vorbildfunktion und ist im Übrigen weltweit einzig artig.

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