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Vom Schulhof in die Kaserne?

Die Bundeswehr wirbt an den Schulen. Die Friedensbewegung bleibt ausgeschlossen. Der Protest gegen diese Art Friedenserziehung wächst
von Bettina Röder vom 09.04.2010
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Das da draußen halte ich für völlig überzogen.« Harald Mier sitzt in seinem Direktorenzimmer hinter dem Schreibtisch im Schadow-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf. Er macht eine kurze Kopfbewegung zum Fenster hin. Die kleine Demonstration in Sichtweite scheint nicht gerade sein Herz zu erfreuen. Etwa 150 Menschen haben sich in der Frühjahrssonne versammelt. Es sind Lehrer, Elternvertreter, Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Aber auch Schüler. Die 7. Klasse einer Reinickendorfer Hauptschule ist mit zwei Lehrerinnen angereist. Sie protestieren dagegen, dass an diesem Tag ein Bundeswehroffizier an der Schule über Berufsperspektiven sprechen soll. »Notfalls«, sagt Mier, »hole ich die Polizei, um das Projekt zu schützen.« Erst im letzten November gab es in Berlin an einer Schule Polizeischutz für die Bundeswehr. »Schließlich können auch Banker, Chemiker oder Mediziner bei mir informieren«, sagt Mier.

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