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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2016
Der Inhalt:

»Willkommen im Jedermanns-Kirchlein«

von Kerstin Söder vom 25.03.2016
Roland Fitzner hat mit Freunden in Muhr eine Kapelle gebaut. Er möchte damit ein Zeichen für die Ökumene setzen
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Mit zehn Jahren bin ich als Katholik in einer streng protestantischen Gegend in Mittelfranken gelandet. Das war kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Dass ich »andersgläubig« bin, bekomme ich bis heute immer noch vor Augen gehalten. 26 Jahre lang war ich Bürgermeister. Ich habe mich immer und gerne für die Gemeinde eingesetzt. Nur das mit dem »anderen Glauben« habe ich nicht ändern können.

Akzeptiert habe ich diese Trennung nie: Wir glauben doch an denselben Gott. Irgendwann tauchte bei mir der Gedanke auf, eine Kapelle für jedermann zu bauen, für Protestanten wie Katholiken. Natürlich war es verrückt. Aber losgelassen hat mich diese Idee nicht mehr. Als persönliche Verpflichtung, dass ich es ernst meine, habe ich damals eine Glocke gekauft. Als Zeichen, dass es mir ernst war.

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