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Sonne schafft Jobs und Einkommen

Wie es gelingen kann, mit Solarstrom mehr als nur Licht in entlegene Dörfer zu bringen, zeigt Äthiopien
von Hans-Christoph Neidlein vom 13.03.2015
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Tigist Assefa hat an diesem sonnigen Sonntagmorgen viel zu tun. Gut ein Dutzend bunt gekleideter Frauen und Mädchen schart sich um ihren mobilen Friseursalon im Dorfzentrum von Laka. Mit ruhiger Hand hält sie die Haarsträhne einer jungen Kundin, kämmt diese aus und zieht dann das Glätteisen vom Haaransatz Richtung Spitzen. Den Strom für das Glätteisen, den Haarschneider sowie den Kaltföhn liefern drei Solarstrommodule. Sie sind auf einen Handwagen montiert, der auch genügend Stauraum für diverse Utensilien sowie eine Batterie bietet. Tigist ist eine von mehreren Jungunternehmerinnen in dem abgelegenen, etwa tausend Einwohner zählenden Bergdorf im Südwesten Äthiopiens. Sie alle bieten seit Kurzem mithilfe von netzunabhängigen Solarstromanlagen – in der Fachsprache Offgrid-Fotovoltaik – Servicedienstleistungen an. Weitere Existenzgründer betreiben eine mobile solare Ladestation für Handys plus Verleih von LED-Lampen sowie eine solare Cafeteria mit Kühlbox und Fernsehen. Zudem gibt es einen Solar-Herrenfriseur.

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