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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2018
Der Inhalt:

Sozialprotokoll
»Ich griff nach meinem Bein, fasste ins Leere«

Margaret Orech (62) verlor in Uganda ein Bein durch eine Landmine. Heute gibt sie den Minenopfern eine Stimme
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Es war der Tag vor Weihnachten 1998. Ich fuhr in einem Minibus in den Süden Ugandas, es war totenstill. Alle waren nervös, denn die Straße war voller Minen von der Lords Resistance Army, einer christlichen Miliz, die für einen Gottesstaat und gegen die Regierung kämpfte. In der Kurve musste der Busfahrer plötzlich bremsen. Es gab einen Knall. Zuerst dachte ich, ein Reifen wäre geplatzt. Dann griff ich nach meinem Bein – und fasste ins Leere. Wenn ich mich heute daran erinnere, kommt immer auch der Schmerz in meinem Beinstumpf wieder.

Eigentlich hätte ich gar nicht in diesem Bus sitzen sollen. Ich wollte zu Weihnachten nach Hause fliegen, aber die Hilfsorganisation, für die ich damals arbeitete, flog an Weihnachten zuerst die internationalen Mitarbeiter raus. Ein zweit

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