Handeln statt Jammern
Die »Agenda 2010« hat ihr Ziel gewaltig verfehlt. Dabei war sie einst mit weitreichendem Ziel aufgesetzt worden. Das Konzept des Bundeskanzlers Gerhard Schröder verdankt seinen Namen dem Lissabonvertrag der Europäischen Union aus dem Jahr 2000. Mit diesem Vertrag wollte Europa »bis 2010 die Beseitigung von Armut entschieden voranbringen«. In Deutschland bewirkte die Agenda 2010 genau das Gegenteil: Sie wurde zusammen mit Hartz IV zum Symbol für die politisch verantwortete Verarmung beträchtlicher Teile der Bevölkerung.
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Franz Segberszählt zu den profiliertesten Kritikern einer Wirtschaftspolitik, die die Armen im Stich lässt, und eines Denkens, für das nur zählt, wer oder was sich rechnet. Der 60-Jährige studierte katholische Theologie und war einst Betriebsseelsorger.Er arbeitet als Referent für Ethik beim Diakonischen Werk in Hessen und Nassau. 2004 wurde Segbers zum außerplanmäßigen Professor für Sozialethik an der Universität Marburg berufen.
