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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2019
Der Inhalt:

Angst vor neuer Gewalt

von Ralf Sotscheck vom 08.02.2019
Mary Rafferty und Kathleen Connolly leben an der irisch-irischen Grenze. Sie fürchten den Brexit
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Mary Rafferty ist die Queen von Drummully, sagen ihre Nachbarn. Sie selbst lacht darüber. Die weißhaarige 72-Jährige ist in Drummully geboren und hat ihr ganzes Leben dort verbracht. Drummully ist quasi eine Exklave der Republik Irland, die wie eine Ausbuchtung nach Nordirland hineinragt. An der schmalsten Stelle zwischen Drummully und der Republik Irland fließt der Fluss Finn. Kein Durchkommen. Wer nach Drummully will, muss durch Nordirland fahren. Derzeit ist das kein Problem und die Grenze unsichtbar. Doch was passiert nach dem Brexit, wenn diese Grenze zur EU-Außengrenze wird? Flammt dann der Nordirland-Konflikt wieder auf?

Rafferty hat Angst, dass es nach dem Brexit Grenzkontrollen geben wird und die Gewalt wieder ausbricht. Sie ist Witwe. Einer ihrer Söhne lebt in Nordirland, hat

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