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Mea culpa?

Wie Hirnforscher über Schuld denken und warum die Theologie jetzt gefragt ist
von Anne Strotmann vom 09.02.2018
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Ein Mann ermordet seine Frau. Er wird verurteilt. Aus dem Gefängnis schreibt er an den Biopsychologen Hans J. Markowitsch: »Warum habe ich das getan?« Woher kommt das Böse im Menschen? Viele erwarten sich Antworten von Hirnforschern. »Revolutioniert die Hirnforschung das Menschenbild?«, fragte jüngst die Evangelische Akademie Hofgeismar und lud Hirnforscher, Psychologen, Rechtswissenschaftler, Philosophen und Theologen ein. Der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth stellte dort eine umfassende Theorie vor, wie Menschen sprichwörtlich auf die schiefe Bahn geraten: Genetische Anlagen stellen bereits die Weichen für den späteren Lebensweg, und schon im Mutterleib wirken Hormone, wie das Stresshormon Cortisol, auf die Hirnentwicklung des Kindes ein. Nach der Geburt können frühe Bindungsstörungen dazukommen. Doch sogar mit diesem schlechten Start gibt es noch Hoffnung: Wenn das Kind von jetzt an gute Bindungserfahrungen macht, kann sein Lebensweg noch weitgehend gut verlaufen.

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