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Hungerkatastrophe in Nigeria

vom 10.02.2017
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Im Norden Nigerias zeichnet sich eine Hungerkatastrophe unvergleichlichen Ausmaßes ab. Die größte Not herrscht im Nordosten des Landes, vor allem im Bundesstaat Borno, dem Zentrum der Auseinandersetzung mit der islamistischen Terrormiliz Boko Haram. Dort sind nach Angaben des Nothilfekoordinators der Vereinten Nationen, Stephen O’Brian, rund 8,5 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, 7,1 Millionen von ihnen sind von Hungersnot bedroht. Das sagte O’Brian unlängst im UN-Sicherheitsrat, wo er dringend um mehr Geld zur Bewältigung der Krise bat. In der Region rund um den Tschadsee seien rund 10,7 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Die militärische Auseinandersetzung mit Boko Haram und die Anschläge der Terrormiliz haben rund 2,4 Millionen Menschen in die Flucht geschlagen. Seit dem Beginn des Krieges 2009 sind mindestens 20 000 Menschen getötet worden.

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