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Missbrauch in der katholischen Kirche

von Hartmut Meesmann vom 28.04.2011
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Ein Jahr nach der Aufdeckung sexueller Übergriffe durch Priester wird in der katholischen Kirche über die Notwendigkeit struktureller Reformen gestritten: über eine neue Einstellung zur Sexualität, vor allem zur Homosexualität, über mehr Transparenz in den Entscheidungsprozessen, den notwendigen Abschied vom Klerikalismus und über mehr Mitsprachemöglichkeiten der Laien. Mit den Opferverbänden liegt die Kirche, auch in Gestalt des Jesuitenordens, in der Frage der finanziellen Entschädigung über Kreuz. Die Jesuiten bieten in einem ersten Schritt 5000 Euro als »symbolisches Eingeständnis von Schuld«, die Opferverbände fordern 80 000 Euro pro »Betroffenem«. Eine Einigung ist nicht in Sicht. Im März soll es dazu weitere Informationen geben. Die Kirche ist bereit, im Einzelfall die Therapiekosten zu übernehmen – so wie bei Godehard Pötter, der nachfolgend seine bedrückende Lebensgeschichte erzählt. Pötter hat dabei stets an seinem christlichen Glauben festgehalten. Im therapeutischen Prozess hat er diesen Glauben dann als eine wichtige Ressource erlebt.

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