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Abgehört und eingesperrt

Für den Druck eines Flugblattes, das nie verteilt wurde, saß Uta Franke zwei Jahre im DDR-Frauengefängnis Hoheneck
von Annette Lübbers vom 12.02.2010
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Ich war eine der etwa 200 000 politischen Gefangenen, von denen die DDR-Regierung immer bestritten hat, dass es sie überhaupt gab. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, kann man nicht ermessen, was es bedeutet, mit Mörderinnen und ehemaligen KZ-Aufseherinnen gefangen zu sein! Elf Monate dauerte allein die Untersuchungshaft mit täglichen Verhören durch die Staatssicherheit. Über lange Strecken war ich vollständig isoliert. Alle zehn Minuten sahen die Wärterinnen durch den Spion in der Tür. In dem ganzen riesigen Gefängnistrakt war kaum ein Laut zu hören. Kein Wunder: Die Wärter liefen in Filzpantoffeln über die Gänge.

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