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»Tötet sie, wo ihr sie zu fassen bekommt«

Ruft der Koran Muslime zur Gewalt auf? Immer wieder ist dieser Vorwurf Thema öffentlicher Debatten. Doch eine Analyse der Skandalverse in Sure 2 zeigt: Sie meinen das Gegenteil dessen, was viele in sie hineininterpretieren
von Ömer Özsoy vom 30.01.2015
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Der Koran ist in einem Zeitraum von über zweiundzwanzig Jahren – stückweise und bezugnehmend auf verschiedenste Geschehnisse und Gegebenheiten der Offenbarungszeit (610- 632) – geoffenbart worden. Deshalb finden wir in ihm Spuren fast aller Ereignisse seiner Zeit: Alltägliches und Rituelles, Friedliches und Kriegerisches, Rechtliches und Religiöses. Er behandelt seine Themen nicht abstrakt, sondern in bestimmten und immer sich verändernden Kontexten anhand von Präzedenzfällen. So ist es auch mit dem Thema »Religionsfreiheit und Gewalt«.

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