Die Kraft der Einmischung
von
Ruth Renée Reif
vom 03.02.2015
Schriftstellerin Daniela Dahn hofft, dass der aktuelle Streit für und wider Pegida die Menschen politisiert und zu einer sachlichen Diskussion darüber führt, wie sich unsere Demokratie künftig entwickeln soll. Sie sieht sie durch die Dominanz der Wirtschaft bedroht (Foto: pa/Galuschka)
Publik-Forum: Frau Dahn, Pegida – »Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes« – nennen sich jene, die auf der Straße sind und über Dresden hinaus für Aufregung sorgen. Mittlerweile formieren sich auch starke Gegendemonstrationen. Wie bewerten Sie all das?
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Daniela Dahn, geboren 1949 in Berlin, studierte Journalistik in Leipzig. Sie arbeitete zunächst in der DDR beim Fernsehen, kündigte 1981 und ist seither freie Schriftstellerin.
Für ihr publizistisches Werk erhielt sie zahlreiche Preise – unter anderen den Kurt-Tucholsky-Preis und den Ludwig-Börne-Preis. Im September 1989 war sie Mitinitiatorin der »Erklärung des Berliner Schriftstellerverbandes«, die einen öffentlichen Dialog über die in allen Bereichen der Gesellschaft angestauten Probleme forderte. Einen Monat später gehörte sie zu den Gründern der Bürgerbewegung »Demokratischer Aufbruch«. Und im November war sie stellvertretende Vorsitzende der ersten unabhängigen Untersuchungskommission der DDR zu Übergriffen von Polizei und Staatssicherheit. Wichtige Buchveröffentlichungen sind: »In guter Verfassung. Wie viel Kritik braucht die Demokratie«, »Wehe dem Sieger! Ohne Osten kein Westen« und »Wir sind der Staat! Warum Volk sein nicht genügt« (Rowohlt).
Für ihr publizistisches Werk erhielt sie zahlreiche Preise – unter anderen den Kurt-Tucholsky-Preis und den Ludwig-Börne-Preis. Im September 1989 war sie Mitinitiatorin der »Erklärung des Berliner Schriftstellerverbandes«, die einen öffentlichen Dialog über die in allen Bereichen der Gesellschaft angestauten Probleme forderte. Einen Monat später gehörte sie zu den Gründern der Bürgerbewegung »Demokratischer Aufbruch«. Und im November war sie stellvertretende Vorsitzende der ersten unabhängigen Untersuchungskommission der DDR zu Übergriffen von Polizei und Staatssicherheit. Wichtige Buchveröffentlichungen sind: »In guter Verfassung. Wie viel Kritik braucht die Demokratie«, »Wehe dem Sieger! Ohne Osten kein Westen« und »Wir sind der Staat! Warum Volk sein nicht genügt« (Rowohlt).

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