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Thorsten Latzel

Der Sportbeauftragte der EKD vermisst die Schönheit des Fußballs: Zu viel Kommerz tue dem Sport nicht gut.
vom 11.06.2026
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 Sportbeauftragter der EKD Thorsten Latzel. (Foto: epd/Paul-Philipp Braun)
Sportbeauftragter der EKD Thorsten Latzel. (Foto: epd/Paul-Philipp Braun)

Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Sportbeauftragter der EKD, äußert sich kritisch gegenüber der anstehenden Fußballweltmeisterschaft der Männer. Die WM sei eigentlich dazu da, Menschen zusammenzubringen und positive Impulse für ein respektvolles Miteinander zu geben, sagte Latzel dem Evangelischen Pressedienst. Stattdessen werde der Fußball zunehmend für wirtschaftliche und politische Zwecke instrumentalisiert. Die WM werde von der FIFA »unsäglich« kommerzialisiert, dadurch gehe die eigentliche Schönheit des Sports verloren.

Besonders deutlich wird Latzel gegenüber der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Er wirft ihr vor, Hass und Spaltung zu fördern und damit den Werten zu widersprechen, die der Fußball eigentlich verkörpern sollte. Konkret kritisiert er das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE gegen Migrantinnen und Migranten als menschenverachtend. Die Verleihung eines FIFA-Friedenspreises an Trump, bezeichnet Latzel als »peinliche Farce«.

Latzel wird die Fußballweltmeisterschaft der Männer trotzdem aufmerksam verfolgen und hofft auf einen Sieg Deutschlands, auch wenn er die Mannschaft nicht unter den Favoriten sieht. Gemeinsam mit dem Sportbeauftragten der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Stefan Oster, wird er auf seinen Social-Media-Kanälen eine Tipp-Wette laufen haben.

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