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Rüdiger Schuch

Der deutsche Diakonie-Präsident sieht Hilfe für Menschen durch einen finanziellen »Volltreffer ins soziale Netz« gefährdet.
vom 27.02.2026
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Rüdiger Schuch (Foto: Diakonie/Die Hoffotografen)
Rüdiger Schuch (Foto: Diakonie/Die Hoffotografen)

Rüdiger Schuch, Pfarrer und Präsident der Diakonie Deutschland, sieht wegen »anhaltenden Ressourcenmangels« viele konkrete Hilfsangebote und Möglichkeiten für freiwilliges Engagement im sozialen Sektor bedroht. Laut einer aktuellen Umfrage in der Freien Wohlfahrtspflege sähen sich mehr als 80 Prozent der Einrichtungen und Dienste zum Sparen gezwungen. Jeder fünfte Träger habe Angebote vollständig einstellen müssen. Weitere 45 Prozent der Befragten hätten Angebote in den vergangenen beiden Jahren beschränkt – zum Beispiel bei Pflegeplätzen, der Unterstützung von Jugendclubs und bei der Schuldnerberatung.

Schuch spricht von einem »Volltreffer ins soziale Netz.« Er fordert »faire Bezahlung« im sozialen Bereich; Tarifsteigerungen und Inflation ließen sich nicht wegorganisieren: »Am Ende zahlen die Hilfesuchenden den Preis – durch Leistungsabbau.« Sparen am Sozialen sei eine teure Form der Haushaltskonsolidierung, denn Armut, Pflegebedürftigkeit oder Integrationsaufgaben verschwänden nicht – sie würden durch Vernachlässigung nur größer und teurer.

An der Umfrage haben sich laut Diakonie-Angaben 76 Organisationen beteiligt, die in mehreren Bundesländern beziehungsweise bundesweit aktiv sind. Insgesamt seien aus den rund 34.000 Einrichtungen der Diakonie 3596 ausgefüllte Fragebögen eingegangen. Insgesamt zählt die Diakonie Deutschland bundesweit rund 687.000 hauptamtlich und 700.000 ehrenamtlich Mitarbeitende.

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