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Nora Tödtling-Musenbichler

Die österreichische Caritas-Präsidentin kritisiert die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern. Weil Sorgearbeit und Verantwortung nicht honoriert würden, seien vor allem Frauen im Alter von Armut betroffen.
vom 09.08.2026
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Nora Tödtling-Musenbichler (Foto: pa/APA-Images/Peter Kolb)
Nora Tödtling-Musenbichler (Foto: pa/APA-Images/Peter Kolb)

Nora Tödtling-Musenbichler, Präsidentin der Caritas Österreich, fordert Reformen, die Frauen besser vor Altersarmut schützen. Anlässlich des österreichweiten »Equal Pension Day« am 9. August macht sie auf den »skandalösen Unterschied« aufmerksam, dass Männer in Österreich bis zu diesem Tag statistisch bereits so viel Pension (Rente) bezogen haben, wie Frauen bis zum Jahresende erhalten werden. Umgerechnet erhielten Frauen 144 Tage weniger Pension pro Jahr. »Frauen, die ihr Leben lang gearbeitet und Verantwortung übernommen haben, dürfen im Alter nicht in Armut rutschen. Pensionen müssen für alle existenzsichernd sein«, betont Nora Tödtling-Musenbichler. Die durchschnittliche Frauenpension liegt in Österreich laut Caritas bei 1614 Euro im Monat, während Männer durchschnittlich 2664 Euro erhalten. Die Pensionslücke von 39,4 Prozent hat gravierende Folgen: Mehr als jede vierte alleinlebende Pensionistin in Österreich gilt als armutsgefährdet.

Die Caritas sieht die Ursachen von Altersarmut von Frauen in jahrzehntelangen strukturellen Benachteiligungen: Frauen übernähmen nach wie vor den überwiegenden Teil unbezahlter Sorgearbeit. Dies führe häufiger zu Teilzeitbeschäftigung und Erwerbsunterbrechungen und damit zu geringeren Pensionsansprüchen. Deswegen fordert die Caritas eine gerechtere Verteilung unbezahlter Sorgearbeit, eine bessere Anrechnung von Kinderbetreuung und Pflegezeiten bei der Pension sowie den Ausbau leistbarer Betreuungs- und Pflegeangebote.

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Schlagwörter: Altersarmut Sorgearbeit
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