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Hans Michael Heinig

Immer weniger Studierende schreiben sich für Theologie ein. Wegen der Überkapazitäten müssten Fakultäten schließen, so der Kirchenrechtler. Er fordert ein Umdenken.
vom 20.06.2026
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Hans Michael Heinig (Foto: epd-bild/Jens Schulze)
Hans Michael Heinig (Foto: epd-bild/Jens Schulze)

Hans Michael Heinig, Kirchenrechtler, weist auf eine schwindende Akzeptanz für die akademische Theologie hin und fordert die Kirchen zum Handeln auf. Es gebe riesige Überkapazitäten an den Universitäten, sagte Heinig im Interview mit der Zeit. An vielen theologischen Fakultäten sei allenfalls jeder dritte Studienplatz besetzt.

Solange es noch Gestaltungsmöglichkeiten gebe, müsse gehandelt werden, denn »das Staatskirchenrecht garantiert den Bestand der Institute und Fakultäten nur so lange, wie ›ein Bedarf‹ für sie existiert«. Es müssten Stellen wegfallen und Standorte schließen, sagte Heinig, der selbst Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Universität Göttingen ist.

Er plädiert für größere Fakultäten mit mehr Professuren, statt »Kleinstinstituten«. »Wenn sich pro Semester nur eine Handvoll Studierende einschreibt, wird die Theologie an solchen Orten marginalisiert«, so Heinig. Eine Möglichkeit sei auch die Kooperation zwischen den Theologien, ähnlich den Divinity Schools in den USA.

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Schlagwort: Theologie
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