E. Jean Carroll
E. Jean Carroll, US-amerikanische Journalistin, hat US-Präsident Donald Trump erfolgreich verklagt. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit zahlte Trump 5,6 Millionen US-Dollar Entschädigung an die inzwischen 82 Jahre alte frühere Kolumnistin. »Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass sie die Schadensersatzzahlung erhalten hat«, wird Carrolls Anwältin in der »Zeit« zitiert. Carroll hatte 2019 im »New York Magazine« behauptet, Trump habe sie in einer Umkleidekabine bei Bergdorf Goodman vergewaltigt. Als Reaktion beschimpfte Trump sie als »Spinnerin«. Da die Tatvorwürfe selbst verjährt waren, konnte Trump strafrechtlich nicht mehr verfolgt werden. Carroll zog aber vor ein Zivilgericht und verlangte Schadensersatz wegen sexueller Nötigung und Verleumdung. Die zuständige Jury kam bereits vor drei Jahren zu dem Schluss, dass Trump Schadensersatz leisten muss, doch der heutige US-Präsident weigerte sich, das Urteil anzuerkennen. Er rief das Oberste Gericht an, um ein Berufungsverfahren zu erwirken und scheiterte damit. Das Gericht lehnte es ab, sich mit dem Fall zu befassen. Ein Bundesrichter aus New York ordnete darauf an, dass Trump der Zahlungsaufforderung nachkommen muss. Mit der nun erfolgten Zahlung ist der Fall allerdings noch nicht erledigt. Weil Trump Carroll weiter verunglimpfte, zog die frühere Journalistin erneut vor Gericht und erhielt eine weitere Schadensersatz-Zahlung in Höhe von 83,3 Millionen US-Dollar zugesprochen. Die Begleichung dieser Summe steht noch aus.

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