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Doris Engelhard

Die niederbayerische Franziskanerin hat ihre ganz spezielle Fastenregel.
vom 03.03.2026
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Schwester Doris (Foto: kna)
Schwester Doris (Foto: kna)

Doris Engelhard, Franziskanerin, legt vor Ostern jeden Freitag ein »Bier-Fasten« ein: »Da esse ich nichts, sondern trinke stattdessen etwas Bier.« Und zwar ein klassisches: »Alkohol wird derzeit immer so dargestellt, als wäre er Gift – doch die Menschheit hätte ohne wohl kaum überlebt. Ich finde es schwierig, wenn einem alles madig gemacht wird und man sich nichts mehr gönnen darf.« Und Bier ohne Alkohol sei »überhaupt nicht gesünder«, es enthalte nur mehr Zucker

So erzählt es die im Jahr 1949 Geborene der Süddeutschen Zeitung, und angesichts ihrer beruflichen Tätigkeit verwundert das eher weniger: Schwester Doris ist die einzige Ordensfrau in Deutschland, die professionell Bier herstellt. Seit 50 Jahren leitet sie die klostereigene Brauerei im niederbayerischen Mallersdorf. Und auch wenn ihr Orden von einst 4000 auf 300 Schwestern geschrumpft ist und schon etliche Tätigkeiten einstellen musste, sei es ihr »wichtig, dass die Brauerei bestehen bleibt, selbst wenn ich nicht mehr kann. Ich finde, so ein Traditionsbetrieb sollte gepflegt werden.«

Im Kloster Mallersdorf, sagt Schwester Doris, gebe es »das ganze Jahr über Bier zu jeder Mahlzeit, außer zum Frühstück«. In der Fastenzeit aber sei Essen nicht das Wichtigste. Wenn Gott die Bibel sagen lasse, »das ist ein Fasten, wie ich es liebe«, dann meine er »die Werke der Barmherzigkeit: Kranke besuchen, dem Nächsten nichts Böses wollen und für Andere da sein. Darum geht es wirklich.« Alkoholfreies Bier braut Schwester Doris selbstredend nicht: »Das machen wir auf keinen Fall.«

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Schlagwörter: Fastenzeit Ordensfrau
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