Zur mobilen Webseite zurückkehren

Ausstellung: Recht auf Hoffnung
Die Schönheit des Trotzdem

Ist Hoffnung angesichts der vielen Krisen naiv? Eine Ausstellung in Wolfsburg antwortet: Nein! Und eröffnet Möglichkeitsräume.
von Anne Strotmann vom 14.12.2025
Artikel vorlesen lassen
Schlamm als Grundsubstanz des Lebens: »Série Elementar – Lama« der indigenen brasilianischen Künstlerin Uýra Sodoma. (Foto: Keila Sankofa / Instagram: © uyrasodoma)
Schlamm als Grundsubstanz des Lebens: »Série Elementar – Lama« der indigenen brasilianischen Künstlerin Uýra Sodoma. (Foto: Keila Sankofa / Instagram: © uyrasodoma)

Ausstellung. Hoffnung und Ernüchterung liegen oft nah beieinander: Zu Beginn der Ausstellung »Utopia. Recht auf Hoffnung« im Kunstmuseum Wolfsburg konfrontiert Nasan Turs Arbeit »Good News« mit ikonischen Pressebildern vergangener Aufbrüche – vom Handschlag Rabins und Arafats bis zum Ende des Kalten Kriegs –, die im Rückblick Hoffnungsblitze vor neuen Krisen waren. Ist Hoffnung also naiv? Die Schau antwortet entschieden mit Nein. Sie setzt der allgemeinen Weltuntergangsstimmung ein vielstimmiges Plädoyer für »Mikro-Utopien« entgegen: kleine, widerständige Entwürfe, die Handlungsspielräume öffnen, statt große Heilsversprechen zu erneuern. Gezeigt werden poetische und politische Ansätze: ein Staat ohne Grenzen, Kinderträume von einer besseren Welt, indigener Protest gegen Lithiumabbau, nachhaltige Architektur. Filme, Installationen und Dokus erzählen von Menschen, die nicht resignieren, sondern Alternativen erproben. Die Ausstellung liefert keinen Masterplan, dafür viele Denk- und Hoffnungssplitter. Sie versteht Utopie als eigensinnige Praxis im Kleinen.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Schlagwörter: Hoffnung Utopie
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0