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Heimweh
Fremd zieh ich wieder aus

Die Romantik wird oft als Epoche der Heimat gelesen. Dabei kennt sie vor allem eines: Heimatlosigkeit.
von Natascha Pflaumbaum vom 17.06.2026
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(Foto: alamy/Public Domain sourced)
(Foto: alamy/Public Domain sourced)

Sechs Takte ruhiges Schreiten. Zögernd im Piano, aber gleichmäßig im Schritt. Darauf setzen sich zwei der berühmtesten Zeilen der romantischen Dichtung. »Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus.« Der Dichter Wilhelm Müller schreibt sie Ende 1822 und eröffnet damit sein Gedicht »Gute Nacht«. Nur fünf Jahre später vertont der junge Franz Schubert, von Syphilis geplagt, diese Zeilen und setzt sie an den Anfang seines berühmten Liederzyklus »Die Winterreise«.

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Schlagwort: Romantik
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