Zum Tee bei Schopenhauer …
Mitleid mit Menschen und Tieren

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Sehr verehrter Herr Schopenhauer, vielen Dank, dass wir uns noch einmal zum Tee sprechen können! Uns beschäftigt diesmal ein Ereignis, das gerade intensiv durch die Presse ging und viele Menschen aufgewühlt hat – ein Buckelwal ist in der Ostsee, vor der Insel Poel, gestrandet. Mehrfach wurde versucht, ihn zu befreien, er strandete erneut. Schließlich hat man ihn in einer Barke in die Nordsee geschleppt. Jetzt wurde der Wal tot aufgefunden.
Das war ja mal wieder ein trauriges Schauspiel, was die Aktivitäten der Menschen betrifft: Streit, Profilsucht und viel Sensationslust.
Sehen Sie das wirklich nur negativ? Die Menschen haben große Anstrengungen unternommen, um dem Tier zu helfen. Es gab eine riesige Anteilnahme. Sie sind doch Tierethiker! Sie haben sich um Tiere als moralisch re
Dagmar Borchers ist Professorin für angewandte Philosophie an der Universität Bremen. Sie publiziert zu Fragen der Ethik (unter anderem Tierethik, Medizinethik und Bioethik, Kritik der Tugendethik) und der Politischen Philosophie.
arthur schopenhauer (1788-1860) war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer. Seine Lehre umfasst gleichermaßen die Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik. 1819 erschien Schopenhauers philosophisches Hauptwerk »Die Welt als Wille und Vorstellung«. In einem von Idealismus und Optimismus geprägten Zeitgeist galt er als einer der wenigen philosophischen Pessimisten. Wenig bekannt ist, dass der Philosoph einer der ersten kontinentaleuropäischen Denker war, der den (nicht menschlichen) Tieren einen expliziten Platz in der Ethik einräumte. Mit seiner Mitleidsethik wurde er zu einem wichtigen Vorreiter der europäischen Tierrechts- und Tierschutzbewegung.




