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Unterm Brennglas ...
Gaza

von Florian Zollmann vom 22.05.2024
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Laut einem Situationsbericht des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) vom 26. April 2024 sind bei der seit acht Monaten andauernden Militäroperation Israels im Gazastreifen mindestens 34 262 Palästinenser getötet worden. Bei 70 Prozent der Toten handele es sich um Frauen und Kinder. 1,7 Millionen Palästinenser (75 Prozent der Bevölkerung) seien aus ihren Wohngegenden vertrieben worden und hielten sich derzeit in Notunterkünften innerhalb des Gazastreifens auf. Einem Pressebericht der Vereinten Nationen (UN) vom 25. April 2024 zufolge befinden sich derzeit 1,2 Millionen dieser Flüchtlinge in Zeltlagern in der im südlichsten Teil des Gazastreifens gelegenen Stadt Rafah. Am 6. Mai 2024 begann Israel eine Militäroffensive gegen Rafah mit dem Ziel, dort verbliebene Bataillone der Hamas zu zerstören. Am 12. Mai 2024 warnte UN-Generalsekretär António Guterres, eine umfassende Militäroperation in Rafah könne katastrophale Folgen haben und müsse daher verhindert werden. Zur Einordnung: Am 7. Oktober 2023 verübte die palästinensische Militärorganisation Hamas einen massiven Terroranschlag in Israel. Die Hamas-Kämpfer töteten wahllos israelische und ausländische Zivilisten und verübten damit Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Hamas tötete 1200 Menschen, darunter etwa 846 Zivilisten, von denen 36 Kinder waren. 239 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel begann daraufhin eine Militärkampagne gegen den Gazastreifen mit dem offiziellen Ziel, die Hamas zu zerschlagen. Am 11. Januar 2024 trug Südafrika beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag seine Argumente vor, dass Israel in Gaza gegen die Palästinenser einen Völkermord verübe. Am 26. Januar 2024 verkündete der Internationale Gerichtshof in Den Haag, dass er es für plausibel halte, dass die Aktionen Israels im Gazastreifen einem Völkermord gleichkommen könnten. Rafah ist nun die nächste Eskalation. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete am 16. Mai 2024, dass Südafrika den Internationalen Gerichtshof bei weiteren Anhörungen in Den Haag aufgefordert habe, einen Stopp der Rafah-Offensive anzuordnen, da die Palästinenser einer »anhaltenden Vernichtung« ausgesetzt seien.

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