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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2016
Warum ich (nicht) bete
Der Inhalt:

Retterin in Not

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 16.12.2016
Die Griechin Efi Latsoudi kümmert sich auf der Insel Lesbos um Gestrandete. Doch langsam geht ihr die Kraft aus
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Efi Latsoudi, die Frau, die für ihr Engagement jüngst mit der höchsten Auszeichnung des UN-Flüchtlingswerks geehrt wurde, ist müde. Müde ob der Verantwortung, die auf ihren Schultern lastet. Müde von den immer wiederkehrenden Bildern ertrinkender Menschen und hilfesuchender Frauen – Szenen, die sie bis in ihre Träume verfolgen.

Seit Jahren betreut die Psychologin im Pikpa-Camp auf Lesbos besonders schutzbedürftige Flüchtlinge: Kinder, Schwangere, Behinderte und Frauen, die während der Flucht Angehörige verloren haben. »Es ist hart«, sagt Latsoudi, »auf Menschen zu treffen, deren Kinder im Meer ertrunken sind.« Eigentlich ist es kaum auszuhalten, sagen ihre Augen. »Es geht nicht um mich«, sagt sie und will über die menschenverachtende Flüchtlingspolitik Europas reden.

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