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Geht die Welt unter? Eine neue Ära zieht auf

Die Maya erheben Einspruch gegen den esoterischen Missbrauch, der mit ihrem Schöpfungsmythos getrieben wird
von Thomas Seiterich vom 21.12.2012
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Tage, Stunden, Minuten, Sekunden. Seit Wochen laufen im Internet die automatischen Zähler. Stakkato. Der »Maya-Kalender«, so tönt es aus weit über hunderttausend Foren in Google.de, wisse, dass unsere Welt genau am 21. Dezember untergehe. Spät, aber noch rechtzeitig, melden sich nun aus Guatemala die Maya selbst zu Wort. Der Nationale Rat für Bildung der Maya in Guatemala (Consejo Nacional de Educación Maya/CNE-M) kritisiert scharf die Gier, mit der westliche Esoterik-Unternehmen und Unterhaltungsmedien die uralte »Kosmovision«, also die Weltvorstellung der Indigenas, ausbeuten in der Absicht, damit Geschäfte zu machen. Fünfzehn Vereinigungen gehören dem Rat an. Nach Jahrzehnten eines brutalen Ausrottungskrieges gegen die Indigenas erkennt die heutige Regierung Guatemalas den Maya-Rat als Partner an.

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