Zur mobilen Webseite zurückkehren

Sexueller Missbrauch
Beharren auf Macht und Kontrolle

Die »Anerkennungsleistungen« für Missbrauchsbetroffene schaffen neues Leid. Das Verfahren ist undurchsichtig, der Umgang unsensibel. Es ist an der Zeit, dass die Kirche Macht und Deutungshoheit aus der Hand gibt. Ein Kommentar von Christoph Fleischmann.
von Christoph Fleischmann vom 19.09.2021
Artikel vorlesen lassen
Will sie nicht – oder kann sie nicht? Statt Anerkennung und Entschädigung führen die Zahlungen an Missbrauchsüberlebende zu Retraumatisierungen. (Zeichnung: Thomas Plassmann)
Will sie nicht – oder kann sie nicht? Statt Anerkennung und Entschädigung führen die Zahlungen an Missbrauchsüberlebende zu Retraumatisierungen. (Zeichnung: Thomas Plassmann)

Es war eine schwere Geburt, als nach langen Beratungen vor einem Jahr die katholischen Bischöfe neue Regeln festgelegt haben für die »Leistungen in Anerkennung des Leids« für Menschen, die sexualisierte Gewalt im Raum der Kirche erlitten hatten. Statt der bisher üblichen und unangemessen niedrigen maximal 5 000 Euro, wollte man mehr, bis zu 50 000 Euro, zahlen: Das klang so, als ob die Leistungen verzehnfacht würden. Anträge konnte man an eine neue als unabhängig bezeichnete Kommission stellen, in der externe Experten über die konkrete Höhe entschieden.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0