Neuer Botschafter
Trotz allem fröhlich
Er lacht viel. Warm und herzlich. Seit Ron Prosor vor wenigen Wochen nach Deutschland kam, hat man ihn kaum anders gesehen: fröhlich, glücklich. Dabei tritt der neue israelische Botschafter seinen Posten in einer Zeit an, in der Antisemitismus in Deutschland wie so oft Schlagzeilen macht. Auf der Documenta hatte offenbar niemand Skrupel, antisemitische Werke aufzuhängen. Und auch sonst vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Jüdinnen und Juden in der Öffentlichkeit beleidigt oder angegriffen werden. Doch was macht der 63-Jährige? Setzt sich an einem seiner ersten Arbeitstage im kurzen Sportdress aufs Rad, stellt sich vor einer Parkkulisse auf und nimmt ein Video auf, in dem er seine »lieben Freundinnen und Freunde« in Deutschland zu einer Fahrrad-Gedächtnisfahrt anlässlich des Münchner Olympiaattentats einlädt.
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