»Erinnerung ist wichtig!«
Vor zehn Jahren bin ich in Rente gegangen. Ein bisschen vorzeitig, weil ich noch etwas vom Leben haben wollte. Vor allem Zeit für Hobbys und für gesellschaftliches Engagement. Über eine frühere Kollegin kam ich zum Arbeitskreis Stolpersteine. Seitdem habe ich viele Schicksale von Menschen aus Darmstadt recherchiert, die während der NS-Zeit deportiert und umgebracht wurden. Jedes Jahr verlegt der Arbeitskreis etwa 15 neue Stolpersteine in Darmstadt. Inzwischen sind es schon 300 Stück. Sie werden vor dem Haus, in dem die Person zuletzt wohnte, in den Bürgersteig eingelassen. Wir Ehrenamtlichen arbeiten mit dem Kulturamt der Stadt Darmstadt zusammen. Das verfügt über eine Liste der Opfer während der NS-Zeit, die wir nutzen. Für jeden Stein gibt es einen Paten, der 120 Euro bezahlt. So viel kostet die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins mit dem Namen und den Lebensdaten der Menschen.
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Ursula Jackel, geboren 1948, war Lehrerin. Sie engagiert sich auch noch für den Lebensmittel- Warenkorb in Pfungstadt, einer Art Tafel.

