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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2020
Der Gott von gestern
Warum die Kirchen in der Krise sprachlos sind
Der Inhalt:

Neue Utopie für Europa

vom 10.07.2020
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Der Autor Ferdinand von Schirach fordert eine neue europäische Verfassung. Jetzt sei die Zeit, denn die Corona-Krise zeige, dass die Staaten Dinge ändern können, die vor Kurzem noch unumstößlich gewesen seien. Diese Verfassung könne allerdings nicht von der Politik ausgehen, sagte von Schirach im ZDF. Bei allen großen Verfassungen wie der amerikanischen und der französischen sei der Impuls vom Volk ausgegangen. Es seien Utopien formuliert worden. Als Beispiele zeitgemäßer Utopien nannte von Schirach drei Beispiele: Jeder Mensch soll das alleinige Recht über seine Daten haben. Jeder Mensch soll Anspruch auf eine intakte Umwelt haben. Weltweit sollen immer die Menschenrechte vor wirtschaftlichen Überlegungen stehen. »Stellen Sie sich vor, es gäbe so etwas wie Fridays for Future für eine neue europäische Verfassung. 150 Millionen junge Leute sagen, wir wollen jetzt ein gemeinsames Europa – das wäre großartig.« Von Schirach sagte, Europa selbst sei auch nach einer Krise, nach dem Zweiten Weltkrieg, entstanden. Man müsse nun Lehren aus Fehlern während der Hochphase der Epidemie in Europa ziehen, als wir Italien nicht geholfen und den Chinesen Einlass gewährt sowie die Grenzen zu Frankreich dicht gemacht hätten. Nun gelte es an einem stärkeren Europa zu bauen.

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