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Konflikte
Suchet den Frieden und jaget ihm nach

Die Kette von Gewalt und Gegengewalt scheint endlos, wie lässt sie sich durchbrechen? Wie ernst nehmen dabei die Kirchen ihren biblischen Auftrag? Und was heißt es, eine Kirche des Friedens sein zu wollen?
von Claudia Mende vom 13.06.2021
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Ostermarsch: Demonstration gegen Atomwaffen am Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz (Foto: imago/Sascha Ditscher)
Ostermarsch: Demonstration gegen Atomwaffen am Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz (Foto: imago/Sascha Ditscher)

Schon wieder ein neues Kapitel in der endlosen Kette von Gewalt und Gegengewalt. Schon wieder tote Zivilisten. Dabei wollten die palästinensischen Kirchen diesem Kreislauf schon im Jahr 2002 aus dem Geist Jesu etwas entgegensetzen. Sie haben den Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) gebeten, zivile Beobachter ins besetzte Westjordanland zu schicken. Diese sollen den Palästinensern helfen, ihre Rechte friedlich gegenüber militanten jüdischen Siedlern zu vertreten. Die Begleiter aus aller Welt sollen im Zweifelsfall allein durch ihre Anwesenheit zu einer Entspannung der konfliktbeladenen Situation beitragen und gleichzeitig die internationale Öffentlichkeit über das Leben unter Besatzung informieren. Rund hundert Engagierte aus aller Welt kommen seitdem jedes Jahr für einen Zeitraum von drei Monaten ins Land. Sie begleiten zum Beispiel palästinensische Kinder, die auf dem Weg zur Schule an Siedlungen vorbeimüssen und von dort mit Steinen beworfen oder angepöbelt werden. »Durch die internationale Präsenz ist diese Form der Gewalt zurückgegangen«, sagt Projektkoordinator Jack Munayer in Jerusalem. In der Corona-Pandemie wurden die Begleiter schmerzlich vermisst. Dabei stellt sich der ÖRK auf keine Seite des Konfliktes, es geht ausschließlich darum, die Menschenrechte zu wahren. Auch Gewalt von palästinensischer Seite wird dokumentiert und verurteilt.

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