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SPD in der Krise
Die erschöpfte Volkspartei

Die SPD zwischen Anspruch und Abwehrkampf: Wolfgang Thierse und Mareike Engel diskutieren über Profilverlust, gesellschaftlichen Wandel und die Zukunft sozialdemokratischer Politik.
von Matthias Drobinski, Nana Gerritzen vom 11.05.2026
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(Foto: PA/ipon/Stefan Boness)
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Publik-Forum: Frau Engel, Herr Thierse, wenn Sie mit einem Satz den Zustand der SPD beschreiben müssten – wie würde der lauten?

Wolfgang Thierse: Die SPD erweckt den Eindruck, dass sie ihre innere Mitte und ihre emotionale Kraft verloren hat und zu einer Allerweltspartei geworden ist. Dabei muss sie doch eine linke Volkspartei sein und bleiben.

Mareike Engel: Die SPD ist zu einer Partei geworden, die sich selbst überschätzt in der Frage, was sie für die Demokratie leistet – und dabei vergisst, für wen sie eigentlich da ist. Sie rechtfertigt ihre Existenz zu stark über die Regierungsver

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