Eine heiße Ware namens Land
Bei Spekulanten an der Wall Street, Ölscheichs vom Arabischen Golf, bei indischen Unternehmern und Finanzinvestoren wie George Soros steht eines derzeit ganz oben auf der Einkaufsliste: Land. Land ist die ganz heiße Ware. Unzählige Ländereien von der Größe Luxemburgs – und größer – stehen in den Weiten von Afrika, in den Steppen von Südostasien und in den Urwäldern von Lateinamerika zum Verkauf. Die britische Hilfsorganisation Oxfam schätzt, dass Landkäufer im vergangenen Jahrzehnt etwa 220 Millionen Hektar erworben haben – eine Fläche so groß wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Belgien und die Niederlande zusammen.
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Fred Pearce, geboren 1951, schreibt als Wissenschaftsjournalist für Medien wie Independent, Times, Boston Globe und Ecologist. Er lebt in London. Für sein Buch »Landgrabbing« hat der Autor mehr als ein Dutzend Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika besucht.
