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Aufgefallen
Weltweiter Horizont

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz – einer, der sich in Rom auskennt.
von Michael Schrom vom 24.02.2026
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Weder Pomp noch Parole: Heiner Wilmer (Foto: pa/HMB Media)
Weder Pomp noch Parole: Heiner Wilmer (Foto: pa/HMB Media)

Mit diesem Satz wurde Heiner Wilmer, der Bischof von Hildesheim, quasi über Nacht berühmt: »Ich glaube, der Missbrauch von Macht steckt in der DNA der Kirche.« 2018 hat er das gesagt, und der Satz ist deshalb bemerkenswert, weil nach offizieller Lehre die Kirche »heilig« ist. Insbesondere Papst Benedikt XVI. hat dies stets betont – für ihn konnte sexualisierte Gewalt deshalb nie ein systemisches Problem sein, sondern lediglich die schlimme Verfehlung Einzelner. Dass Wilmer in diesem Zusammenhang auch noch Eugen Drewermann einen »Propheten« nannte – in Würdigung von dessen Werk »Strukturen des Bösen« –, hat das Staunen nur noch größer gemacht. Solche Worte hatte man bis dato noch nie von einem amtierenden Bischof gehört. Auch sein Buch »Gott ist nicht nett« unterscheidet sich erheblich von der üblichen spirituellen Wohlfühlliteratur.

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