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Sexualität und Religion
»Ich schämte mich, mich nackt zu sehen«

Sex vor der Ehe, lustvolle Gedanken: In vielen evangelikalen Gemeinden ist das tabu. Die rigide Sexualmoral hält vor allem Frauen an, sich ihres Körpers zu schämen. Unsere Autorin Nana Myrrhe hat das selbst erlebt.
von Nana Myrrhe vom 01.03.2026
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Nana Myrrhe wuchs in einer evangelikalen Freikirche auf und lernte, sich ihrer Sexualität zu schämen. Es dauerte viele Jahre, bis sie sich freischwamm. (Foto: privat)
Nana Myrrhe wuchs in einer evangelikalen Freikirche auf und lernte, sich ihrer Sexualität zu schämen. Es dauerte viele Jahre, bis sie sich freischwamm. (Foto: privat)

Gibt es Evangelikalismus ohne Purity Culture?«, ist die letzte Frage des Interviews. Ich sitze in Berlin, zusammen mit Ausgestiegenen, die sich im Netzwerk »fundamental.frei« organisiert haben, und einer Journalistin. Es geht um die rigide Sexualmoral im christlich-evangelikalen Milieu und um mein Buch »Feucht und Fromm«, das ich vor einigen Monaten geschrieben habe. Ich atme tief durch und versuche, der Journalistin ein Bild zu zeichnen, das so akkurat und verständlich wie möglich aufzeigt, was mit diesen fundamentalistisch-christlichen Gemeinschaften nicht stimmt. Vieles im kulturellen Paralleluniversum des Evangelikalismus ist so subtil oder so selbstverständlich, dass es schwer in Worte zu fassen ist. Das Unterschwellige ist es, was ihn meiner Meinung nach besonders gefährlich macht.

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Schlagwörter: Sexualität Sexualmoral
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