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Künstliche Intelligenz
»Das letzte Wort muss beim Menschen bleiben«

Welche Folgen für die Gesellschaft hat die rasante Entwicklung von künstlicher Intelligenz? Der Physiker und Philosoph Armin Grunwald erläutert, warum wir uns nicht nur fürchten müssen, Warnungen aber ernst nehmen sollten.
vom 27.02.2026
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»Menschen sind mehr als Datensätze«, sagt Armin Grunwald. (Foto: istock by Getty / gremlin)
»Menschen sind mehr als Datensätze«, sagt Armin Grunwald. (Foto: istock by Getty / gremlin)

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Publik-Forum: Herr Grunwald, es ist früh am Morgen. Hatten Sie heute schon mit künstlicher Intelligenz zu tun?

Armin Grunwald: Wenn, dann unbewusst. Ich habe morgens wie immer tagesschau.de im Browser geöffnet. Ob dort im Hintergrund KI-Systeme laufen – zur Personalisierung, zur Auswertung von Klickverhalten –, davon muss ich ausgehen. Aber genau das ist ja bezeichnend. Die Systeme sind da, sie wirken, aber sie bleiben unsichtbar. Diese Intransparenz ist bereits ein Teil des Problems.

Ist das typisch? Dass KI längst unseren Alltag durchdringt, ohne dass wir es merken?

Grunwald: Absolut. Der Klassiker ist das Smartphone. Die Apps, die sozialen Netzwerke, die Werbung, die wir sehen –

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Rudolf Hubert 27.03.2026:
Im Interview mit dem Physiker und Philosophen Armin Grunwald zur künstlichen Intelligenz wird zwar appelliert, die Demokratie zu schützen, es wird aber so gut wie nichts Greifbares oder Anwendbares gesagt, wie das im Einzelnen geschehen kann. Was kann man als Laie tun, wenn unseriöse Argumente in Freundeskreisen und Bekanntenkreisen sich in Hülle und Fülle ausbreiten – eben, weil »Filterblasen und algorithmische Verstärkung« eine erhebliche Unterstützung bieten? Ich erlebe, dass provokante Thesen jene, die die Demokratie verteidigen, sehr in die Defensive bringen. Plötzlich sind die »Freunde« der Demokratie in der durchaus misslichen Lage, vor einer »Truppe Gleichgesinnter« ihre gegenteilige Meinung »beweisen« zu müssen. Und da sind sie in der Regel fast immer im Nachteil wegen der Fülle der Infos aus den »Filterblasen«.

Klemens Hofmann 27.03.2026:
Lebende Systeme besitzen eine Art der Intelligenz, die in der Diskussion über KI zu kurz kommt: fühlende Intelligenz. Lebewesen sind sterblich. Ein Computer, selbst wenn er aus organischen Molekülen besteht, kann nicht sterben, er ist bereits tot. Das Nachdenken über Leben und Tod kann dem Menschen keine KI abnehmen. Dafür braucht es zum Beispiel in Schulen, Lehrkräfte, die die Schüler bei ihrem Nachdenken über diese Fragen einfühlsam begleiten und sich aus dem durch Jahrtausende gesättigten Erfahrungsschatz der Religionen bereichern lassen.

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