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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2016
Martin Luther: Der zweifelhafte Freiheitsheld
Der Inhalt:

»Mit der Zeit relativiert sich die Angst«

von Anett Kirchner vom 26.02.2016
Gisela du Vignau begleitet schwerkranke Menschen, die nur noch wenige Tage oder Wochen leben werden

Ja, ich gebe es zu, ich habe Angst vor dem letzten großen Abschied im Leben. Aber ich möchte das eigentlich nicht, weil ich glaube, dass das Sterben ohne Angst leichter wird. Im Grunde erleben wir doch alle ständig kleine Abschiede, wenn Kinder eigene Wege gehen, wenn man sich morgens zur Arbeit verabschiedet oder wenn Freundschaften zerbrechen. All das gehört zum Leben; genau wie der Tod. Ich setze mich damit intensiv auseinander.

Ich begleite schwerkranke Menschen, die nur noch wenige Tage oder Wochen leben werden. Ich bin Sterbebegleiterin im Diakonie-Hospiz Berlin-Wannsee. Das ist ein Ehrenamt, und es gibt hier im Hospiz etwa 120 solcher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben eine zehnmonatige Ausbildung zur Sterbebegleitung hinter uns, haben uns mit Sterben, Tod und Trauer beschäftigt; immer auch vor dem Hi

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