»Tötet sie, wo ihr sie zu fassen bekommt«
Der Koran ist in einem Zeitraum von über zweiundzwanzig Jahren – stückweise und bezugnehmend auf verschiedenste Geschehnisse und Gegebenheiten der Offenbarungszeit (610- 632) – geoffenbart worden. Deshalb finden wir in ihm Spuren fast aller Ereignisse seiner Zeit: Alltägliches und Rituelles, Friedliches und Kriegerisches, Rechtliches und Religiöses. Er behandelt seine Themen nicht abstrakt, sondern in bestimmten und immer sich verändernden Kontexten anhand von Präzedenzfällen. So ist es auch mit dem Thema »Religionsfreiheit und Gewalt«.
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Ömer Özsoy, geboren 1963 in der Türkei, lehrt Koranexegese an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er studierte in Ankara Islamische Theologie und Philosophie und wurde dort zunächst Dozent, dann Professor. Von 2006 bis 2012 hatte er in Frankfurt die Stiftungsprofessur für Islamische Religion inne. Seit dem Jahr 2012 ist er Professor für Koranexegese. Die im Text genannten Koranstellen zitiert er im Wesentlichen
nach der Übersetzung von Rudi Paret.
