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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2014
»Eine Schande für den Westen«
Hans-Christian Ströbele über Edward Snowdens Enthüllungen und die Folgen
Der Inhalt:

Kaffee für zwei

von Sebastian Stoll vom 31.01.2014
Neue Idee in Bars: Das zweite Getränk einem Bedürftigen schenken
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Dijana Ilic kennt ihre Stammkundschaft gut: Jon, ein hagerer Mann, kommt fast jeden Abend in ihr Café, die Frau mit der Obdachlosenzeitung nur alle zwei bis drei Tage. Dijana Ilic ist die Leiterin des Lohas Coffee, einer Hamburger Szenebar. Ein Kaffee kostet hier schon mal 3,60 Euro – aber nicht für Leute wie Jon. Die bekommen ihn umsonst.

Das, was Dijana Ilic an Bedürftige in ihrem Viertel ausschenkt, nennt sich »Suspended Coffee« – aufgeschobener Kaffee – und wird in Deutschland immer populärer. Wer in eine Bar geht und einen solchen Kaffee ordert, bezahlt eigentlich zwei: Einen erhält er selber – der nächste wird umgewandelt in einen Gutschein, den einlösen kann, wer sich sonst keinen Kaffee leisten kann. Etwa drei Leute sind es, die sich an einem durchschn