Afrotopia – Kontinent der Zukunft
Afrika ist weit mehr als ein armer, ausgebeuteter Kontinent. Gegen dieses negative, westlich und kolonial geprägte Bild schreibt der senegalesische Autor Felwine Sarr in seinem utopischen Manifest »Afrotopia« an. Denn laut Sarr leidet der afrikanische Kontinent an einem »Mangel an eigenen Denkfiguren und an der Erzeugung eigener Zukunftsmetaphern«. In »Afrotopia« träumt Sarr daher von einem zukünftigen Afrika und entwirft eine Utopie, eine positive Zukunftsvision, um die verborgenen Potenziale Afrikas aufzuspüren. »Das Imaginäre ist das Schmiedeeisen, auf dem die Formen entstehen, die Gesellschaften sich verleihen«, schreibt Sarr. Sein Werk reiht sich ein in die Kunst des Afrofuturismus, die mit Schwarzem Blick fiktionale Geschichten aus der Zukunft Afrikas erzählt.
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Felwine Sarr, geboren 1972 in Niodior (Senegal), ist Schriftsteller und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Saint-Louis. Zusammen mit Achille Mbembe gründete er 2016 das »Ateliers de la pensée«, einen Zusammenschluss von afrikanischen Intellektuellen, die sich über die Zukunft des Kontinents austauschen.

Das koloniale Erbe
