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Ist ein Muslim nur ein Muslim?

Die Deutsche Islamkonferenz tappt in die Identitätsfalle. Denn der Staat verlangt von den Muslimen, mit einer Stimme zu sprechen. Dann möchte er aushandeln, dass der Islam vielfältig sein soll. Doch das ist er längst. Und der Alltag der Muslime ist es auch
von Peter Otten vom 01.08.2011
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Deutschlands größte Moschee in Duisburg: Ein Gotteshaus der großen, türkisch-islamischen Vereinigung Ditib (Foto: Fotolia)
Deutschlands größte Moschee in Duisburg: Ein Gotteshaus der großen, türkisch-islamischen Vereinigung Ditib (Foto: Fotolia)

Der Kölner Schriftsteller Navid Kermani, Teilnehmer der ersten Phase der Deutschen Islamkonferenz, beschreibt 2009 in seinem Essay »Wer ist wir? Deutschland und seine Muslime« eine Identitätsfalle. In Deutschland sei »das andere«, das man immer brauche, um sich selbst zu definieren, »nicht nur, aber vor allem der Islam geworden«. Der Navid Kermani, den Deutsche wahrnähmen, sei nicht der Schriftsteller oder der Fußballfan - sondern stets der Muslim. »Identität«, so der Schriftsteller, sei »eine Festlegung dessen, was in der Wirklichkeit vielfältiger, ambivalenter, durchlässiger ist«. Und was keineswegs nur durch die Religion bestimmt sei.

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