Die Andersleute
Bis vor wenigen Jahrzehnten sah man sie in jeder Stadt und in jedem Dorf: Ordensfrauen, die mit wehendem Schleier auf dem Fahrrad zu den Hilfsbedürftigen fuhren, Kranke pflegten, konfessionelle Kindergärten und Klosterschulen leiteten oder dem Pastor den Haushalt führten. Doch die Zahl der Ordensleute in Deutschland geht rapide zurück, in vielen kirchlichen Krankenhäusern und Schulen arbeiten keine Nonnen oder Mönche mehr, manche Klöster haben ihre Tore bereits geschlossen.
«Gutes aus dem Kloster« ist begehrter denn je
Ganz im Widersatz dazu scheint die Faszination von Klöstern und Ordensleuten in der Gesellschaft zu wachsen: Immer mehr Menschen suchen eine »Auszeit im Kloster«, lesen die spirituellen Bestseller von Pater Anselm Grün, melden ihre Kinder in Klosterschulen an, lassen sich von Mönchen in die Kunst der Menschenführung einweisen und kaufen Kräutertees aus dem Klostergarten.
Worin liegt die Faszination von Mönchen und Nonnen für die heutige Gesellschaft? Was für Menschen entscheiden sich heute noch für diese Lebensform? Haben die Orden noch Zukunft?
Auf der Suche nach einer Antwort besucht Publik-Forum Ordensmänner und -frauen in unterschiedlichen Konventen Deutschlands. Und trifft dabei auf sehr verschiedene Charaktere und Lebensweisen, auf Nachdenklichkeit, Bereitschaft zur Veränderung – und ungebrochenen Optimismus.
