Leonardo Boff über die Enzyklika von Leo XI.
Der Heilige Augustinus, die Kinder von Gaza und die KI

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Bei der Lektüre der ersten Enzyklika von Papst Leos XIV. fällt mit Überraschung die Einführung eines neuen Argumentationsstils auf: Es ist nicht mehr der klassische kirchliche Tonfall mit seinen vielen Bezügen zu christlichen Denkern der ersten Jahrhunderte. Sondern ein neuer, zeitgenössischer Stil, der sich mit verschiedenen Wissensgebieten und Autoren, Männern wie Frauen, jenseits ihrer konfessionellen Herkunft auseinandersetzt. Man hat den Eindruck, einen Text eines zeitgenössischen Theologen zu lesen.
Zunächst ist der grundsätzlich hoffnungsvolle Ton der Enzyklika hervorzuheben, der sich durch den ganzen Text zieht, auch in der Auseinandersetzung mit einem so kontroversen und heikle
Leonardo Boff gehört zu den bekanntesten Vertretern der Theologie der Befreiung. Er lebt in Brasilien und schreibt für das Online-Magazin Liberta und auf seinem Blog leonardoboff.org




Papst Leo XIV