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Schluss mit dem Eingelullt-Werden

Die CDU-Mitglieder haben sich am Wettkampf um die Merkel-Nachfolge begeistert. Er belebt Partei und Demokratie
von Ludwig Greven vom 07.12.2018
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Aus ganz Niedersachsen sind sie in die Halle am Hafen nach Bremen gekommen. Es ist die siebte von acht Regionalkonferenzen der CDU. Rund 2000 Mitglieder wollen sich ein Bild von den drei Kandidaten für die Merkel-Nachfolge an der Parteispitze machen. Wenige Tage vor der Wahl haben viele einen Favoriten oder eine Favoritin, zumindest »eine Tendenz«. Andere sind noch völlig offen. Doch sie alle nehmen sich einen Abend Zeit und manche noch die halbe Nacht für die Rückreise, um Basisdemokratie zu üben: sich selbst ein Bild zu machen und mitzureden, wer die Partei künftig wie und mit welcher Ausrichtung führen soll. Dabei können die allermeisten gar nicht mitentscheiden, weil sie keine Delegierten auf dem Parteitag sind. Aber fast alle fordern: Wenn sie sich schon für die Partei engagieren, wollen sie gefragt werden und nicht nur Ratschlüsse aus dem Kanzleramt abnicken, wie es in der CDU jahrzehntelang üblich war, auch unter der Parteimodernisiererin Merkel. Mit ihrer sogenannten asymmetrischen Demobilisierung – kaum Position zu beziehen, um der Konkurrenz keine Angriffsfläche zu bieten – habe sie nicht nur die Gegner eingelullt, »sondern auch uns demotiviert«, klagt ein junger Mann während der Aussprache.

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