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Gastkommentar
Zerplatzte Illusion

In den USA gibt es keinen Rassismus mehr? Doch. Das zeigen die Ereignisse von Ferguson
von Max Böhnel vom 05.12.2014
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Das Gesetz hat gesprochen, aber die Ungerechtigkeit schreit zum Himmel. Das ist die traurige Lehre von Ferguson. Der weiße Polizist Darren Wilson wird für die tödlichen Schüsse auf den unbewaffneten schwarzen Teenager Michael Brown nicht angeklagt. Als freier Mann quittierte er vor ein paar Tagen den Polizeidienst. Er wird, wohl gepolstert durch großzügige Spenden, »mit gutem Gewissen« weiterleben, wie er einem Fernsehsender sagte. Für das Interview erhielt der Todesschütze hunderttausende Dollar. Und Barack Obama? Dem ersten schwarzen Präsidenten der USA blieb nichts anderes übrig, als das Prinzip des Rechtsstaats zu beschwören: Die Entscheidung müsse hingenommen werden.

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